Referenzen

raumkom blickt mittlerweile auf eine mehrjährige Schaffensgeschichte zurück. Im Folgenden stellen wir deshalb eine Auswahl unserer aktuellen Referenzen vor.

Mobilitätsstation Ingelheim

Mobilitätsstation: viele Möglichkeiten, clever verknüpft (Abbildung: raumkom)Im Auftrag der Stadtverwaltung Ingelheim haben wir eine multifunktionale Mobilitätsstation konzipiert, die alle Modi des Umweltverbunds an einem zentralem Punkt, nämlich dem Bahnhof, räumlich verknüpft. Dazu gehören Bike und Car Sharing, ÖPNV, Fahrradabstell- und Reparaturmöglichkeiten und die Vermietung von Pedelecs. Herzstück des Konzepts ist aber eine Mobilitätszentrale, die über alle Mobilitätsangebote informieren und dazu beraten, Registrierungen und Buchungen auch direkt vor Ort durchführen kann. Denn intermodale Wege mit dem Umweltverbund werden nur dann genutzt, wenn sie bekannt und im Bewusstsein verankert sind. Der Stadtrat Ingelheim hat das Konzept im April 2016 einstimmig beschlossen.

Rippach-/ Saaletal mobil

ExkursionAuftraggeber: NASA GmbH, Mitteldeutscher Verkehrsverbund, Burgenlandkreis. Die ländlich geprägte Region Hohenmölsen – Lützen – Teuchern – Weißenfels in Sachsen-Anhalt hat mit großen demografischen Veränderungen zu kämpfen. Schulen, medizinische Versorgungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten sind schwer erreichbar, das gilt insbesondere für Menschen ohne eigenes Automobil. Hier muss der Öffentliche Personennahverkehr zukünftig mehr Verantwortung übernehmen, erhält dadurch aber auch die Chance, größere Marktanteile zu erreichen und die regionale Mobilität dadurch insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam mit unseren Partnern von Interlink und Fahrplangesellschaft haben wir Analysen durchgeführt, das Konzept erarbeitet, Pläne aufgestellt und eine Exkursion durchgeführt. »Projektseite beim MDV

Wanderausstellung Reaktivierung der Tauferer Bahn

Rollups Tauferer BahnAuftraggeber: Kuratorium für die Bewahrung von Technikgütern. In einer Konzeptstudie hatte raumkom die Potenziale sowie die wirtschaftliche und technische Machbarkeit für die Wiedereinführung einer elektrifizierten Stadt-Umland-Bahn im Tauferertal analysiert, auf der Strecke Bruneck – Sand in Taufers. Die Bahn wurde in den 1960er Jahren stillgelegt und demontiert. Das Tal leidet seither unter massivem Autoverkehr. Süditirol hat bereits in der Vergangenheit erfolgreich die Reaktivierung und den Ausbau von Strecken durchgeführt (z.B. Pustertalbahn, Vinchgerbahn). Um das Potenzial der Reaktivierung in Politik und Öffentlichkeit zu veranschaulichen, hat raumkom dazu eine Wanderausstellung gestaltet, bestehend aus 17 Rollups zu Historie, Konzept, Streckenführungen, technischen Details und zu erwartenden verkehrlichen Effekten. Die Ausstellung wurde bereits an verschiedenen Orten gezeigt

RadKULTUR in Baden-Württemberg

Auftraggeber: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg. Freiheit, Genuss, frische Luft und flotte Fortbewegung – für all das und mehr steht eines der genialsten Fahrzeuge unserer Zeit: das Fahrrad. Wer Rad fährt, bewegt sich schnell, modern, flexibel, preisgünstig und tut sich selbst viel Gutes. Allein die Freude an der Bewegung macht das Fahrrad zum unschlagbaren Verkehrsmittel. Und ganz nebenbei stärken wir die eigene Gesundheit und entlasten Verkehr und Umwelt. Unter dem Motto ›Ich hab’s! – Ich fahr’s!‹ haben wir deshalb im Auftrag des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg gemeinsam mit unserem Partner helios (Bozen) von 2012 bis 2015 die Radkultur in Baden-Württemberg belebt, mit Aktionen, Events, Service-Angeboten und Kreativ-Wettbewerben.

Grundlagenuntersuchung zur Situation des Radverkehrs in Deutschland

Die Radverkehrsförderung in Deutschland wird jetzt im Rahmen einer Grundlagenuntersuchung näher betrachtet. (Foto: raumkom)Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Aufgabe des Bundes ist es, Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Radverkehrs zu schaffen. Seine künftigen Aktivitäten als Moderator und Koordinator in der Radverkehrsförderung will er auf eine grundlegende Bestandserhebung zur institutionellen Radverkehrsförderung in Deutschland gründen. Wir haben die Untersuchugen durchgeführt, gemeinsam mit unseren Partnern von der prognos AG aus Basel.

BürgerDialog Busverkehr

Dr. Christian Muschwitz moderierte den Lübecker BürgerDialog BusverkehrAuftraggeber: Stadtverkehr Lübeck GmbH. Das Verkehrsunternehmen der Hansestadt Lübeck möchte verstärkt in den Dialog mit aktuellen und potenziellen Fahrgästen treten, mit ihnen über interessante und zukunftsweisende ÖPNV-Themen diskutieren und für die Busangebote werben. raumkom hat in Kooperation mit Interlink aus Berlin die Auftaktveranstaltung konzipiert und durchgeführt.

Reaktivierung der Taufererbahn in Südtirol

Nicht nur romantische Route, sondern auch wichtige Verkehrsachse: die Taufererbahn (Foto: raumkom)Nicht nur romantische Route, sondern auch wichtige Verkehrsachse: die Taufererbahn Auftraggeber: Kuratorium für die Bewahrung von Technikgütern. In einer Konzeptstudie hat raumkom die Potenziale sowie die wirtschaftliche und technische Machbarkeit für die Wiedereinführung einer elektrifizierten Stadt-Umland-Bahn im Tauferertal analysiert, auf der Strecke Bruneck – Sand in Taufers. Die Bahn wurde in den 1960er Jahren stillgelegt und demontiert. Das Tal leidet seither unter massivem Autoverkehr. Süditirol hat bereits in der Vergangenheit erfolgreich die Reaktivierung und den Ausbau von Strecken durchgeführt (z.B. Pustertalbahn, Vinchgerbahn).

Aktiv und mobil im Alter

Aktiv und mobil im Alter: Zu diesem Thema führen wir Workshops in zwei Brandenburger Landkreisen durch (Foto: Johannes Reimann)Auftraggeber: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg. Die Mobilität älterer Menschen erfordert unter Umständen speziell zugeschnittene und ausgestattete Angebote. Wie bewegen sich Seniorinnen und Senioren in ihrem alltäglichen Leben und für gesellschaftliche Teilhabe, welche Einrichtungen können und müssen sie erreichen und wie lassen sich die Optionen sinnvoll finanzieren? Gemeinsam mit unseren Partnern von Interlink aus Berlin haben wir Workshops für Akteure und Betroffene in den Landkreisen Oder-Spree und Uckermark konzipiert und durchgeführt und eine Leitfaden-Broschüre erstellt, die zum Download bereit steht: zur Download-Seite beim MIL | Direkt-Download (4,2 MB)

Radeln in der Mitte Deutschlands

Eine Fahrradbroschüre für Mitteldeutschland – raumkom berät und setzt um (Abbildung: raumkom)Auftraggeber: Metropolregion Mitteldeutschland. Als schlagkräftiges Bündnis wichtiger Städte und Landkreise will die Metropolregion Mitteldeutschland sich auch als Akteur im Radverkehr engagieren. raumkom wurde von der Geschäftsstelle des Städtebündnisses beauftragt, eine Broschüre über das Radfahren im Herzen Deutschlands zu erstellen. Neben informativen Texten und motivierenden Fotos enthält sie je porträtierter Stadt auch eine Exkursionsroute, die beispielhaft gute Lösungen zur Förderung des Radverkehrs verknüpft.

Evaluation metropolradruhr, Stufe 2

Eine Station des öffentlichen Fahrradvermietsystems metropolradruhr (Foto: raumkom)Auftraggeber: Regionalverband Ruhr. Das metropolradruhr ist ein vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Modellprogramms ›Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme – Neue Mobilität in Städten‹ gefördertes Pilotprojekt zur Erprobung der Einführung und des Betriebs öffentlicher Leihradsysteme. Sein Charakter als regionales System sowie seine in Deutschland einzigartigen Dimensionen machen es zu einer Besonderheit unter den geförderten Modellprojekten und sogar unter sämtlichen öffentlichen Leihradsystemen in Deutschland. Nach 2011 war raumkom auch in der zweiten Phase als Lokaler Evaluator tätig.

Unternehmen lösen Verkehrsprobleme

Auftraggeber: Bundesstadt Bonn. Von Juli 2012 bis Dezember 2013 führte unter Moderation von Prof. Monheim (raumkom) ein Team aus Stadt Bonn, Universität Bonn (Prof. C. Wiegandt und Mitarbeiter), Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg  (Prof. W. Terlau und G. Klein) und Büro für Mobilitätsberatung und Moderation Trier (Dipl. Geogr. M. Scharnweber) eine modellhafte Mobilitätsmanagement-Beratung für 200 ausgewählte Bonner Betriebe (davon 20 mit Intensivberatung) durch. Ziel war die exemplarische Entwicklung einer kommunalen Beratungsroutine für den bevorzugten Einsatz des Umweltverbundes in der betrieblichen Mitarbeiter-, Kunden- und Warenmobilität. Das Projekt war Teil des BMBF-Verbundvorhabens ›ZukunftsWerkStadt‹ zur Aktivierung kommunaler Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien. Nach dem Ende der Pilotstudie sollen möglichst viele praktische Anwendungsfälle folgen. »Download Flyer

Zukunftsstrategien für die Verkehrsentwicklung Leipzig

Auftraggeber: Stadt Leipzig. Die Stadt Leipzig möchte für ihre Verkehrsentwicklung einen offenen, innovativen Zukunftsprozess starten und hat dafür Experten aus vielen Themenfeldern eingeladen, ihre Vorstellungen einzubringen. Prof. Monheim vom raumkom-Institut Trier bringt die Überlegungen für alternative Finanzierungsmodelle des Öffentlichen Verkehrs ein, die auf einen beitragsfinanzierten Nulltarif mit Hilfe eines obligatorischen Bürgertickets nach dem Modell der Semestertickets hinauslaufen. Insgesamt begründet er eine Offensivstrategie für den öffentlichen Verkehr, durch die eine Vervielfachung der Fahrgastzahlen und Einnahmen erreicht werden soll.

EuroTest Public Bicycles in European Cities

Auftraggeber: ADAC. Der ADAC hat in Kooperation mit seinen europäischen Schwesternverbänden 40 öffentliche Fahrradverleihsysteme in 18 europäischen Ländern vergleichend bewertet. Der Test sollte überprüfen, inwieweit öffentliche Fahrradverleihsysteme für den täglichen Gebrauch durch nicht ortsansässige Spontannutzer, d.h. vor allem Touristen, Reisende, Gäste geeignet sind und welche Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten sie bieten. raumkom hat die Datenerhebung und -auswertung durchgeführt.

Evaluation Radlhauptstadt München

Auftraggeber: Kreisverwaltungsreferat der Landeshaupstadt München. Im Jahr 2010 hat die Landeshauptstadt München die mittlerweile auch international beachtete Fahrradmarketingkampagne ›Radlhauptstadt München‹ initiiert. Im Rahmen des Grundsatzbeschlusses Radverkehr hat sich die Stadt München das ambitionierte Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil an allen Wegen der Münchnerinnen und Münchner bis 2015 auf mindestens 17% zu steigern – Insider halten sogar eine Quote von 25% für erreichbar.

Die Stadt lässt ihre Kampagne wissenschaftlich evaluieren, mit einem differenzierten Methodenmix aus Medienanalyse, intensiven Akteursinterviews, einer telefonischen Bürgerbefragung und Modellrechnungen zu den verkehrlichen Effekten. Die Evaluation soll den fachlichen und politischen Erfolgsnachweis für eine dauerhafte politisch-administrative Legitimation der Kampagne erbringen, möglichst viele Effekte der Kampagne abschätzen und überdies Hinweise zur Weiterentwicklung der Kampagne ableiten. Im November 2011 haben wir die Ergebnisse unserer Untersuchungen – durchgeführt in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie mit Omniphon aus Leipzig – im Kreisausschuss München vorgestellt. Sie belegen eine starke Wahrnehmung und gute Bewertung der Kampagne durch die Münchner Öffentlichkeit.

Modellprozess ›Mitmachen!‹ im Landkreis Birkenfeld

Auftraggeber: Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz. Der demografische Wandel wird in den kommenden Jahrzehnten unsere Gesellschaft stark verändern, mit räumlichen Unterschieden. Regionen, die sich früh und intensiv mit dem Phänomen auseinandersetzen, gewinnen entscheidende Handlungsspielräume. Sie nutzen eine breite Beteiligung aller Akteure, um wirklich wirkungsvoll agieren zu können.

Hierfür hat das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Landkreis Birkenfeld den Modellprozess ›Mitmachen!‹ gestartet. In einem mehrstufigen Prozess wird der Landkreis umfassend in die Bewältigung des demografischen Wandels einsteigen. Die zweite Phase des Prozesses lief im Jahr 2011 und umfasste eine Status-Quo-Analyse der Stärken und Schwächen der Region durch die GIU (Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH). Die Strukturanalyse wurde durch eine kreisweite repräsentative Bürgerbefragung zu den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung, aber auch zu deren Bereitschaft, sich zu engagieren, ergänzt, die wir im Mai und Juni 2011 unter 5.000 Einwohnern des Landkreises Birkenfeld durchgeführt haben. Gegenüber gewöhnlichen Rücklaufquoten bei ähnlichen schriftlichen Befragungen von 5% bis 10% konnten wir mit 1.857 verarbeiteten Fragebögen eine Quote von mehr als 37% erreichen. Die Ergebnisse fließen in die bereits gestartete nächste Phase des Prozesses ein.

Evaluation metropolradruhr

Auftraggeber: Regionalverband Ruhr. Das metropolradruhr ist ein vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Modellprogramms ›Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme – Neue Mobilität in Städten‹ gefördertes Pilotprojekt zur Erprobung der Einführung und des Betriebs öffentlicher Leihradsysteme. Sein Charakter als regionales System sowie seine in Deutschland einzigartigen Dimensionen machen es zu einer Besonderheit unter den geförderten Modellprojekten und sogar unter sämtlichen öffentlichen Leihradsystemen in Deutschland.

Dem in den letzten Jahren gesteigerten öffentlichen, medialen, wissenschaftlichen und politischen Interesse an öffentlichen Fahrradverleihsystemen stehen nur wenige ›harte‹ Kenntnisse bezüglich Zielgruppen, Einsatzfeldern, Wegezwecken und verkehrlichen Effekten gegenüber. Daraus resultiert eine generelle Unsicherheit bei der Potenzialeinschätzung öffentlicher Leihräder. Diese Datenlücke soll unter anderem mit der Evaluation der Modellprojekte geschlossen werden.

Wir wurden vom Projektträger des metropolradruhr als Lokaler Evaluator beauftragt und haben die entsprechenden Untersuchungen nach Maßgabe des Evaluationskonzepts durchgeführt. Der Evaluationsbericht liegt seit Ende November 2011 vor.

Fahrradstationen in Nordrhein-Westfalen

Auftraggeber: Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen kann auf eine beachtliche Tradition der Fahrradförderung verweisen, die mittlerweile schon 30 Jahre zurückreicht. Dahinter stand stets der Gedanke, Radverkehr als System zu begreifen und sich nicht nur auf Modell- und Pilotprojekte zu beschränken. Radverkehr ist ein wesentlicher Baustein der Nahmobilität und benötigt deshalb genauso wie andere Verkehrssysteme mehrere Säulen: Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation. Mit vielen Innovationen hat sich das Land einen Namen gemacht als Deutschlands Pionier in der umfassenden Radverkehrsförderung. So etwa mit dem Programm ›100 Fahrradstationen in NRW‹, das einen starken Impuls für Fahrradstationen als wichtiges Schnittstellenelement zwischen Öffentlichem Verkehr und Fahrradverkehr gesetzt hat.

Inzwischen gibt es deutschlandweit 99 Fahrradstationen, davon allein 70 in Nordrhein-Westfalen. Hier ist auch die Quote der ›Radstationen‹ am höchsten – eines vom ADFC zertifizierten, besonderen Stationstyps mit einheitlichen Qualitätsstandards und Kommunikationselementen. Das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hatte dazu im Jahr 2006 eine Broschüre herausgegeben, der wir in 2011 eine inhaltliche wie visuelle Überholung verliehen haben.

Statusanalyse Fahrradverleihsysteme

Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Nach Jahren der konzeptionellen Stagnation ist die stadtverkehrspolitische Debatte in letzter Zeit erfreulich munter geworden. Die regelmäßig aktualisierte Studie ›Mobilität in Deutschland‹ belegt signifikante Zuwächse für den Umweltverbund aus Gehen, Radeln und Öffentlichem Verkehr sowie Rückgänge der Autonutzung im urbanen Raum. Unterstützt wird die Multioptionalität durch innovative Angebotskonzepte wie öffentliche Fahrradverleihsysteme. Spanische und französische Städte haben dieses Prinzip zuerst erfolgreich angewandt, mit einer sehr großen Zahl von Rädern und Stationen mit enger Systemverknüpfung zu den ÖPNV-Haltestellen. In Deutschland ist diese Dynamik noch sehr verhalten, überwiegend von Skepsis und Zögern geprägt. In einem zweijährigen Projekt – gefördert durch den Nationalen Radverkehrsplan – haben wir die Stimmungslage in den deutschen Kommunen untersucht und die Akteure nach ihren Potenzialeinschätzungen befragt.

Im Juni 2011 erschien der Forschungsbericht im Internetportal www.nationaler-radverkehrsplan.de. Zeitgleich haben wir die Zusammenfassung der Ergebnisse als Broschüre aufgelegt und auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Nürnberg an das Fachpublikum verteilt.

Urbane Seilbahnen

Auftraggeber: Doppelmayr Seilbahnen GmbH. Wir fühlen uns der europäischen Stadt mit ihrer kompakten Funktionsvielfalt verpflichtet. Da durch das allgegenwärtige Verkehrsdilemma unserer Städte vielerorts am Boden nichts mehr geht (Tunnel, Brücken und ganz besonders U-Bahnprojekte sind extrem teuer), müssen andere Wege gefunden werden. Urbane Seilbahnen können hier helfen. Ihre Vorteile: Sie brauchen wenig Platz, keine teure Fahrweginfrastruktur, sind in den Investitions- und Betriebskosten sehr preiswert und lassen sich städtebaulich gut integrieren. Geichzeitig sind sie sehr leistungsfähig und nicht durch topographische oder bauliche Hindernisse eingeschränkt, da sie diese einfach überschweben.

Beginnend mit einem ersten Workshop in Bonn im Jahr 2007 und einem zweiten 2010 in Koblenz organisieren wir einen intensiven Fachaustausch mit Verkehrsplanern, Städtebauern und dem österreichischen Seilbahnhersteller Doppelmayr, der sich gerade auf das spezifische Umfeld europäischer Städte einstellt. Denn bisher sind urbane Seilbahnen vor allem aus Lateinamerika und Nordafrika bekannt, auch wenn einzelne deutsche Städte mittlerweile ebenfalls solche Projekte diskutieren. Neben Broschüren und Flyern haben wir außerdem ein eigenes Planungshandbuch »Urbane Seilbahnen« erstellt, das viele Detailfragen und Strategieüberlegungen behandelt.

Fachkongresse BUVKO und ›Grenzgänger‹

Gleich zwei Fachveranstaltungen hat raumkom im Jahr 2011 organisiert oder daran mitgewirkt: Im März brachten sich alle Mitarbeiter bei der Organisation, Moderation, als Exkursionsführer sowie als Referenten beim 18. Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress ein. Im September richtete raumkom den ›Grenzgänger‹-Kongress aus, der gleichzeitig auch Ehemaligentreffen der Geographiestudierenden an der Universität Trier sowie Abschiedsveranstaltung von Professor Monheim war. »buvko.de und »grenzgaenger.raumentwicklung.de

Publikationen

2012

Monheim, H./ Muschwitz, C./ Philippi, M. (2012): Urbane Seilbahnsysteme. Wege zu neuen Lösungen im Stadtverkehr, in: RaumPlanung. Fachzeitschrift für räumliche Planung und Forschung, Nr. 3/2012, Dortmund, S. 29-34.

Monheim, H./ Sylvester, A. (2012): KombiBus Uckermark, in: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (Hrsg.) (2012): CHANCE! Demografischer Wandel vor Ort – Ideen, Konzepte, Beispiele, Bonn, S. 82-83.

Monheim, H./ Muschwitz, C./ Reimann, J./ Michelmann, H./ Pitzen, C./ Sylvester, A. (2012): Der KombiBus – Lebensqualität erhalten. Schlüsselinfrastruktur bei der Bewältigung des demografischen Wandels, in: PUBLICUS, Nr. 2012.3, Stuttgart. »Link

2011

Michelmann, H./ Sylvester, A./ Pitzen, C./ Monheim, H./ Muschwitz, C./ Reimann, J. (2011): KEP-Dienste als ideale Partner für KombiBus, in: KEP aktuell, Nr. 4/2011, Stuttgart, S. 8.

Monheim, H./ Muschwitz, C./ Philippi, M./ Reimann, J. (2011): Fahrradstationen in NRW. Schnittstellen für einen starken Umweltverbund, Düsseldorf.

Monheim, H. / Muschwitz, C./ Philippi, M./ Reimann, J. (2011): Schlussbericht zur Evaluation metropolradruhr im Rahmen des Forschungsfelds ›Öffentliche Fahrradverleihsysteme – innovative Mobilität in Städten‹ des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt), Trier.

Monheim, H. / Muschwitz, C./ Reimann, J./ Streng, M. (2011): Statusanalyse Fahrradverleihsysteme. Potenziale und Zukunft kommunaler und regionaler Fahrradverleihsysteme in Deutschland, Trier.

Monheim, H./ Philippi, M./ Muschwitz, C. (2011): Es ist an der Zeit zum Spurwechsel – Ideen für einen innovativen ÖV, in: Bus & Bahn 5/11, 45. Jahrgang, S. 12-13, Düsseldorf.

Monheim, H./ Philippi, M./ Muschwitz, C. (2011): Spurwechsel – Ideen für einen innovativen ÖV – Wanderausstellung zu den Themen des Öffentlichen Verkehrs, in: mobilogisch 3/11, 32. Jahrgang, S. 42-44. Berlin

Muschwitz, C./ Reimann, J. (2011): Modellprozess ›Mitmachen!‹ im Landkreis Birkenfeld – Befragung der Bürgerinnen und Bürger. Ergebnisse und Analysen, Trier.

2010

Egner, T./ Monheim, H./ Philippi, M./ Skrobek, J. (2010): Spurwechsel – Ideen für einen Innovativen ÖV, in: Mager: Mobilitätsmanagement – Beiträge zur Verkehrspraxis, S. 139-164, Köln.

Monheim, H./ Muschwitz, C./ Auer, W./ Philippi, M. (2010): Urbane Seilbahnen – Moderne Seilbahnsysteme eröffnen neue Wege für die Mobilität in unseren Städten, Köln.

Michelmann, H./ Sylvester, A./ Pitzen, C./ Monheim, H./ Muschwitz, C./ Reimann, J. (2010): Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Mobilität in den ländlichen Räumen, Berlin und Trier.

2009

Monheim, H. et. al. (2009): Intelligent mobil – aktuelle Trends bei Fahrradverleihsystemen, in: Verkehrszeichen, Fachzeitschrift für Mobilität und Umwelt, Ausgabe 2/2009, Mühlheim an der Ruhr.

veröffentlicht am 24.01.2012

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